Disposition der Großen Orgel (Die Tabellendarstellung ist noch in Bearbeitung)

IV. Manual (Kronwerk) III. Manual (Schwellwerk) II. Manual (Hauptwerk) I. Manual (Rückpositiv) Pedal  
1. Flöte 8‘ 11. Bordun 16‘ 32. Prinzipal 16‘ 48. Prinzipal 8‘ 58. Untersatz 32‘  
2. Quintatön 8‘ 12. Prinzipal 8‘ 33. Prinzipal 8‘ 49. Gedackt 8‘ 59. Prinzipalbaß 16‘  
3. Gemshorn 4‘ 13. Gedackt 8‘ 34. Gamba 8‘ 50. Praestant 4‘ 60. Violonbaß 16‘  
4. Flûte octaviante 4‘ 14. Konzertflöte 8‘ 35. Spitzflöte 8‘ 51. Flöte 4‘ 61. Subbaß 16‘  
5. Sesquialter 2-fach 15. Viola 8‘ 36. Oktave 4‘ 52. Oktave 2‘ 62. Oktavbaß 8‘  
6. Doublette 2‘ 16. Dolce 8‘ 37. Nachthorn 4‘ 53. Terz 1 3/5‘ 63. Cello 8‘  
7. Piccolo 1‘ 17. Vox coelestis 8‘ (ab co) 38. Quinte 2 2/3‘ 54. Quinte 1 1/3‘ 64. Flötbaß 8‘  
8. Dulzian 16‘ 18. Oktave 4‘ 39. Oktave 2‘ 55. Scharff 3-fach 65. Choralbaß 4‘  
9. Regal 8‘ 19. Fugara 4‘ 40. Cornett 5-fach (ab go) 56. Krummhorn 8‘ 66. Gedackt 4‘  
10. Tremulant 20. Traversflöte 4‘ 41. Mixtur major 5-fach 57. Tremulant 67. Hintersatz 5-fach  
  21. Nasat 2 2/3‘ 42. Mixtur minor 4-fach   68. Posaune 16‘  
  22. Flautino 2‘ 43. Fagott 16‘   69. Trompete 8‘  
  23. Terz 1 3/5‘ 44. Trompete 8‘   70. Clairon 4‘  
  24. Mixtur 7-fach 45. III / II (el.)   71. Kornett 2‘  
  25. Trompette harmonique 8‘ 46. IV / II (el.)   72. I / P (mech.)  
  26. Oboe 8‘ 47. I / II (mech.)   73. II / P (mech.)  
  27. Clairon 4‘     74. III / P (mech.)  
  28. Tremulant     75. IV / P (mech.)  
  29. IV / III (mech.)     76. III 4‘ / Ped. (el.)  
  30. III 16‘ / III (el., durchkoppelnd nach II)        
  31. III 4‘ / III (el., durchkoppelnd nach II)        
           
           
           
           

Walze (2 Einstellungen) 3072 Setzer, verschiebbar mechanische Spieltraktur

Die Beschreibung der Orgel:

Nach mannigfachen Schwierigkeiten, die mit der ursprünglich nicht ganz glücklichen Gestaltung der Orgelempore zusammenhingen, konnte am 31. Mai 1959 in der Kilianskirche das größte Orgelwerk des württembergischen Unterlandes eingeweiht werden. Die ehemalige Kiliansorgel, 1888 in der Werkstatt des Heilbronner Orgelbauers Karl Schäfer entstanden, wurde 1928 von der Orgelbauanstalt Walcker, Ludwigsburg, erweitert. Sie galt damals als eine der größten und besten Orgeln des Landes, hatte 3 Manuale und 67 Register. Die Planungen für den Bau der neuen Kiliansorgel begannen schon 1953. Der damalige Killansorganist, Kirchenmusikdirektor Prof. Fritz Werner, arbeitete zusammen mit dem Orgelfachberater der württembergischen Landeskirche, Kirchenmusikdirektor Walther Lutz, die Dispositions-entwürfe aus. In der Prospektgestaltung und hinsichtlich der Aufstellung der Orgel gaben Orgelfachberater Dr. Walter Supper, Eßlingen, Denkmalspfleger für Orgelbau, und Orgelbaumeister Walcker, Ludwigsburg, grundsätzliche und entscheidende Anregungen. Die neue Orgel ist ein Werk der Orgelbauanstalt Walcker, Ludwigsburg; sie enthält insgesamt 4262 Pfeifen. Die größte Pfeife ist das C des Prinzipalbaß 16‘; sie ist 4,80 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 285 mm. Ihr Gewicht beträgt 93 kg. Die kleinste Pfeife steht im Register Sifflöte l‘; sie ist etwa 8 mm lang, wiegt 25 g.


Die Disposition der neuen Orgel:
55 Register auf vier Manualen und Pedal; Tonkanzellenladen (Schleifladen); mechanische Spieltraktur; elektrische Registratur.


Renovierung 2001 / 2002:

Die Orgel aus dem Jahre 1959 war besonders hinsichtlich der Disposition und der Intonation der Pfeifen ein typisches Kind ihrer Zeit; diese Strömung richtete sich besonders gegen das Klangspektrum der Romantik. So war der Klang der Orgel scharf, obertonlastig, grundtonarm – im Grunde genommen war die Intonation klangfeindlich: aufgrund des zu niedrigen Aufschnitts an den Labien konnte sich kein Ton frei entfalten. Beide gravierenden Mängel, die der Disposition und der Intonation (ein zu niedriger Aufschnitt kann erhöht werden, ein zu hoher Aufschnitt kann nicht mehr, oder nur sehr aufwendig, korrigiert werden), wurden bei der vor kurzem (2002) abgeschlossenen Renovierung, die mit einer Ausreinigung und einer totalen Neuintonierung verbunden war, beseitigt. Die Firma Lenter (Löchgau) hat hierbei hervorragende Arbeit geleistet.