Die Stunde der Kirchenmusik

Eine Stunde Konzert am Samstagabend

Sie finden das aktuelle Programm (PDF) meist schon freitags vor der Veranstaltung in dieser Übersicht.

Unser Jubiläum 2018: 1000 Stunden der Kirchenmusik

Zur 1000. Stunde der Kirchenmusik findet am Samstag, 30.6.2018, von 18-22 Uhr eine große „Kilians Nachtmusik“ statt, die traditionell in knapp halbstündigen Konzerte verbindet und bei der in den Pausen in der Vorhalle, dem sogenannten "Paradies", für das leibliche Wohl der Zuhörer gesorgt wird. Alle Chöre und Orchester der Kilianskirche (auch Kinder und Jugendchöre), Gastchöre, Solisten und Ensembles aus Heilbronn und Umgebung beteiligen sich und gestalten z.B. Bach-Motetten, ein Mozart-Klavierkonzert, Brahms' und Schumanns Chorlieder und Schindlers Kinderhits. Um 22 Uhr klingt die Nachtmusik mit allen Beteiligten und Pauken und Trompeten mit Bachs "Da Pacem Domine" aus der H-Moll-Messe und Mendelssohns "Verleih uns Frieden" aus.

Die Stunden der Kirchenmusik im Juli 2018

Alle Stunden der Kirchenmusik im Jahr 2018

 

Samstag, 13. Januar 2018, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (987)
Vokalensemble Zwölfklang
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Advents- und Weihnachtskonzert: Werke von Schütz, Bach, Kate Rusby u.a.
Leitung: Sebastian Link

Samstag, 27. Januar, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (988)
Orgelkonzert am Holocaust-Gedenktag

Programm PDF
KMD Stefan Skobowsky spielt am Tag der Befreiung von Ausschwitz Mendelssohns Orgelsonaten op. 65
Die Sonaten 1+2 erklingen um 11-11.30 Uhr in der Orgelmusik zur Marktzeit
Die Sonaten 3 bis 6 um 18-19 Uhr in der Stunde der Kirchenmusik

Einführung in Mendelssohn Sonaten:
Die besondere Verehrung der Musik J. S. Bachs in der Familie Mendelssohn mag bei Felix die Begeisterung für die Orgel und die Kirchenmusik geweckt haben. Von 1820 bis 1821 hat er Orgel- und Improvisationsunterricht in der Berliner Marienkirche bei August Wilhelm Bach (übrigens kein Verwandter J.S. Bachs). Mendelssohn gilt bald als brillanter Organist und Improvisator. Er schätzt die Barockorgeln Joachim Wagners und Gottfried Silbermanns – und reitet von Leipzig aus oft ins nahe Rötha, um die dortigen Silbermann-Orgeln zu spielen. Im Sommer 1840 gibt Mendelssohn zugunsten des Bach-Denkmals ein gefeiertes Orgelkonzert in der Leipziger Thomaskirche mit einem reinen Bach-Programm. Robert Schuman schreibt enthusiastisch, dass es „doch in der Musik nichts Größeres gibt als jenen Genuß der Doppelmeisterschaft, wenn der Meister den Meister ausspricht. Ruhm und Ehre dem alten wie dem jungen!“ Auch bei seinen vielen Aufenthalten in England wird Mendelssohn begeistert als Orgelvirtuose gefeiert.
So kommt der Impuls für die Komposition der Orgelsonaten auch von den britischen Verlegern „Coventry and Hollier“, die Mendelssohn bitten, eine Sammlung von Voluntarys zu schreiben. Als sechs Orgelsonaten op. 65 veröffentlicht Mendelssohn den Zyklus schließlich 1845 sowohl in England als auch in Deutschland. An seinen Leipziger Verleger Breitkopf & Härtel schreibt er, die Sonaten sind „meine Art die Orgel zu behandeln und für dieselbe zu denken“.  Am 20. April 1845 spielt Mendelssohn die Uraufführung in der Frankfurter Katharinenkirche auf der barock disponierten Orgel von Johann Michael Stumm.
Kurz vor seinem frühen Tod 1847 ist Felix Mendelssohn eine der berühmtesten Musikerpersönlichkeiten seiner Zeit, hochgeachtet zugleich als Komponist, Instrumentalvirtuose und Dirigent. Das Musikleben verdankt ihm viele wichtige Impulse: die Bach-Pflege, die Erneuerung der Evangelischen Kirchenmusik, die Gründung des Leipziger Musikkonservatoriums und vieles mehr. Auch die sechs Orgelsonaten op. 65 geben – nach dem Niedergang der Orgelkunst und dem Verfall vieler Instrumente in der Zeit der Säkularisation – den entscheidenden Anstoß zur Entstehung der „romantischen Orgelsonate“.
Das Pamphlet „Vom Judenthum in der Musik“ von Richard Wagner, 1850 bezeichnenderweise zunächst unter Pseudonym herausgegeben, bezieht sich neben dem jüdischen Komponisten Meyerbeer insbesondere auf Mendelssohn und auch auf dessen Orgelsonaten. Die Musik sei allzu glatt, gekünstelt und trivial. Wagner behauptet, „der Jude“ sei an sich „unfähig … sich uns künstlerisch kundzugeben“, er könne „nur nachsprechen“ oder „nachkünsteln“. Wagners Worte wirken knapp hundert Jahre später wie eine Brandstiftung: Die Aufführung von Mendelssohns Musik wird im Nazionalsozialistischen Deutschland bei Strafe verboten – doch einzelne widersetzen sich: Chöre aus dem Rheinland pflegen das kirchen-musikalische Erbe und singen Mendelssohns Motetten unter anderem Namen. Dennoch: die Diffamierung Mendelssohns wirkt bis weit ins späte 20.  Jahrhundert hinein. Erst seit den Achtziger Jahren erfreuen sich die Orgelsonaten wie auch das übrige Werk dieses großen Deutsch-Romantikers wieder größer werdender Beliebtheit.
Der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, wird seit 2005 als Tag des Gedenkens an die Opfer des National-sozialismus begangen. Nachdem der Antisemitismus in Deutschland zuletzt irritierend anwächst und rechte Ideologien im politischen Deutschland fatalerweise salonfähig werden, möchte das heutige Orgelkonzert zugleich eine Verneigung vor dem großartigen Musiker Mendelssohn sein, als auch an die bewegte Rezeptionsgeschichte der Orgelsonaten und das schlimmste Kapitel deutscher Geschichte erinnern.

Samstag, 3. Februar, 18 Uhr  – Stunde der Kirchenmusik (989)
Miriam Feuersinger (Sopran), Franz Vitzthum (Altus)
Capricornus Consort Basel
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Werke von Erlebach, Telemann und Graupner
Capricornus Consort: Péter Barczi, Éva Borhi (Barockvioline), Matthias Jäggi (Barockviola), Daniel Rosin (Barockcello), David Blunden (Orgel), Julian Behr (Theorbe)

Die Echopreisträgerin Miriam Feuersinger (Sopran) und der Countertenor Franz Vitzthum präsentieren zusammen mit dem famosen Capricornus Consort Basel Werke von P.H. Erlebach, C. Graupner und G.P. Telemann. Das Programm beleuchtet verschiedene frühbarocke Kantaten und Motetten, mit einem gewissen Schwerpunkt bei Philipp Heinrich Erlebach. Von ihm sind leider nur wenige Kompositionen erhalten, aber er gilt als Geheimtipp unter den Komponisten vor Bach.

Samstag, 17. Februar, 18 Uhr  – Stunde der Kirchenmusik (990)
Orgel-Meisterkonzert
Pascal Reber (Straßburger Münster)
Werke von J. S. Bach (Präludium & Fuge G-Dur BWV 541), Vierne, Duruflé (Prélude et Fugue sur le nom d`Alain) Messiaen (L`Ascension) und Improvisationen

Samstag, 3. März, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (991)
ClaritasVocalis Frankfurt
Passionskonzert „In manus tuas"
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Werke von Tallis, Bardos, Nørgård, Makor, Schäffer u.a.
Leitung: Uwe Heller

Samstag, 17. März, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (992)
Schlossensemble Ludwigsburg
„Tristis est anima mea“
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Werke zur Passion von Gesualdo, Schütz, Bach, Brahms, Reger, Poulenc u.a.
Leitung: Jan Hoffmann

Karsamstag, 31. März, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (993)
Orgel-Meisterkonzert
Prof. Stefan Viegelahn (Frankfurt / Landau)
Werke von Bach (Präludium und Fuge h-Moll BWV 544), Mozart (Fantasie f-Moll KV 594) und Franck (Grande pièce symphonique)

Samstag, 7. April, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (994)
Ensembles der Musikwoche Löwenstein
Chor- und Orchestermusik aus Siebenbürgen und dem Banat
Werke von Helmut Sadler (1921-2017), Richard W. Oschanitzky (1939-1979) und Rudolf Lassel (1861-1918), Leitung Jugendchor: Getraud Winter, Gesamtleitung: Wilhelm Schmidts

Samstag, 21. April, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (995)
Maulbronner Kammerchor
„Der Töne Licht"
Programm
PDF
Leitung: Benjamin Hartmann

Samstag, 5. Mai, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (996)
Kammerchor der Musikhochschule Freiburg
Frühlingskonzert „The Slow Spring“
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Werke von Johannes Brahms, Francis Poulenc (aus „Quatre Priéres“ für Männerchor), Georg Schumann (Motetten aus op. 31 und 52), Oscar Lindberg (Pingst), John Høybye („The Slow Spring“) und Fritz Werner (Drei Paulus-Motetten) u.a.
Leitung: Prof. Morten Schuldt-Jensen

John Høybyes Komposition „The Slow Spring“, die auf Morleys Madrigal„Now is the Month of Maying“ basiert, bildet das Programmmotto.

3. HEILBRONNER ORGELFESTIVAL 2018
Freitag, 18.–20. Mai 2017   –  Eintritt frei!

Samstag, 19. Mai

20 Uhr, Kilianskirche – Stunde der Kirchenmusik (997)
Meisterkonzert
Dominik Susteck (Kunst-Station Sankt Peter Köln)
Programm PDF
J. S. Bach (Präludium & Fuge C-Dur BWV 547), Franck (Prélude, Fugue et Variation Op.18) & Dominik Susteck (Zeichen, 2016)


Samstag, 2. Juni, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (998)
Bach & Echo
Duo Cello & Cembalo mit Echo Vibraphon & Percussion
Programm PDF
Werke von Vivaldi, Couperin, Bach, Martinu im musikalischen Echo!
Urs Läpple (Violoncello), Susanne Götz (Cembalo) sowie
Dizzy Krisch (Vibraphon) und Dieter Schumacher (Schlagzeug)

Samstag, 16. Juni, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (999)
Ensemble Perspectives aus Orléans
„Le chant des possibles“ – Gesang des Lebens (Die vielfältigen Stimmen des Möglichen)
Programm PDF
mit Werken übers Geborenwerden, Heranwachsen, Altern, Sterben und Hoffen
für fünf Stimmen a cappella von Purcell, Schubert, Grieg, Elgar, Vaughan Williams, Poulenc, Copland u.a.
Ensemble Perspectives: Mathilde Bobot & Marie Pouchelon (Sopran), Sean Clayton (Altus), Mathieu Dubroca (Tenor), Geoffroy Heurard (Bass) – ensembleperspectives.com/en/

Samstag, 30. Juni, 18-21.15 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (1000)
„Kilians Nachtmusik“
zum Jubiläum der 1000. Stunde der Kirchenmusik


18 Uhr, 19 Uhr & 20 Uhr Kurzkonzerte zugunsten der Renovierung des Bechsteinflügels 
Kinder- und Jugendchöre der Kilians-, Friedens- & Südgemeinde („Kinderhits mit Witz“ Leitung: Rahel & Hans-Martin Braunwarth)
Vokalensemble Heilbronn (weltliche Chormusik von Brahms, Debussy, Mendelssohn)
Collegium Musicum Kilianskirche (Mendelssohn: Violinkonzert, Emily Birkert, Violine, Leitung: Agnes Karasek)
VokalensemblePlus (Brahms: Werke für Chor & Klavier, Leitung: Agnes Karasek)
Bachchor Kilianskirche Heilbronn (Georg Friedrich Händel: „Coronation Anthems“)
Vokalensemble Zwölfklang (Leitung: Sebastian Link) und weitere Gäste

21-21.15 Uhr Abschluss mit allen Ensembles
unter Leitung von KMD Stefan Skobowsky: Dona nobis pacem (aus Bachs h-Moll-Messe) & Verleih uns Frieden (Mendelssohn)

In den Pausen: Kaltes Buffet und Getränke  –  Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

Samstag, 14. Juli, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (1001)

„Hohe Lieder“ von Menschen- und Gottesliebe

Werke von Purcell, Caldara, Bach, Brahms, Müller-Zürich u.a.

Mechthild Heuthe (Sopran), Christine Arnold (Alt), Andreas Benz (Orgel, Cembalo, Klavier)

Samstag, 28. Juli, 18 Uhr – Stunde der Kirchenmusik (1002)

Bachs gesamtes Orgelwerk 2018-2020
Orgel-Wunschkonzert
an Bachs 268. Todestag
2018 bis 2020 spielt KMD Stefan Skobowsky alle Orgelwerke von J. S. Bach. 

Ihre Wünsche für das Eröffnungskonzert können Sie bis 1. Juli an:

kantorat@kirche-heilbronn.de mailen.

 

Die Stunde der Kirchenmusik geht weiter nach den baden-württembergischen Sommerferien:

Eröffnung der "71. Heilbronner Kirchenmusiktage 2018“
Das renommierten Athos Ensemble (https://www.athos-ensemble.de/termin) musiziert anlässlich des 150. Todestages Gioachino Rossini dessen Petite Messe solennelle:


Samstag, 6. Oktober - 18-19.30 Uhr, Stunde der Kirchenmusik
Eröffnung der "71. Heilbronner Kirchenmusiktage 2018"
Rossini: "Petite Messe solennelle“
Athos Ensemble

in einer Besetzung mit acht Solisten, Klavier und Harmonium
Angelika Lenter, Aline Wilhelmy - Sopran
Katharina Müller, Sandra Stahlheber - Alt
Christopher Fischer, Florian Sievers - Tenor
Tibor Brouwer, Christian Dahm - Bass
Melanie Bähr - Bechsteinflügel von 1886
Fabian Wöhrle - Harmonium von 1900